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In den letzten Jahren verzeichnen wir einen enormen Anstieg hilfsbedürftiger Tauben. Im Schnitt werden jährlich ca. 25 Tauben in unserem Tierheim abgegeben. Die Tauben sind häufig unterernährt, erschöpft, haben Verletzungen, Flügel- oder Beinbrüche oder sind noch Babys, die gefüttert werden müssen. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung sind Stadttauben keine Wildtiere, sondern Haustiere. Sie sind entflogene Haus- oder Rassetauben und ausgebliebene Brieftauben sowie deren Nachkommen. Seit Jahrtausenden werden sie vom Menschen gezüchtet und haben nie gelernt, sich eigenständig Nahrung zu suchen. Sie sind vom Menschen und davon, dass er sie füttert, abhängig. Tauben sind reine Körnerfresser, die sie in der Stadt nicht finden, und so siedeln sie sich vorwiegend in Fußgängerzonen und auf Marktplätzen an, weil sie dort Nahrung in Form der Essensreste unserer Wohlstandsgesellschaft finden. In ihrer Not und bei ihrem täglichen Kampf gegen den Hunger stürzen sie sich beispielsweise auf Pommes oder Brötchen. Häufig ist zu beobachten, dass nach Tauben getreten wird oder Erwachsene lächelnd zuschauen, wenn Kinder "Taubenjagen" spielen. Firmen geben viel Geld aus, um Abwehrmaßnahmen an ihren Gebäuden anbringen zu lassen, damit die Tauben sich dort nicht niederlassen können. Schwere Verletzungen und verkrüppelte Gliedmaße der Tiere sind nicht selten zu beobachten. ![]() ![]() Um das "Problem" Tauben sinnvoll und tierschutzgerecht anzugehen, haben einige Städte Initiativen ergriffen und betreute Taubenschläge außerhalb der Fußgängerzonen errichtet. Die Tiere werden dort angesiedelt, sie erhalten zu ihrer Gesunderhaltung artgerechtes Futter und Nistplätze. Die befruchteten Eier werden gegen Gipseier ausgetauscht, so dass eine Geburtenkontrolle stattfindet. Tauben sind sehr ortstreu und verbringen einen Großteil des Tages in und am Schlag. Dadurch wird der Kot von den Innenstädten ferngehalten. ![]() Auch wir haben in unserem Tierheim einen Taubenschlag errichtet, unsere "Villa Flügel". Bei uns leben zurzeit ca. 50 Tauben, womit wir am Ende unserer Kapazitäten angelangt sind. Doch es werden uns laufend hilfsbedürftige Tauben gebracht, die wir tierärztlich behandeln lassen und gesundpflegen. Einige haben so schwere Verletzungen, dass sie nach der Gesundung nicht wieder fliegen können. Da wir "ausgebucht" sind, können wir die Tiere leider nicht mehr in unserem Taubenhaus aufnehmen und suchen daher dringend: - Taubenschläge (Volieren) für flugunfähige Tauben - Taubenschläge mit Freiflugmöglichkeit - ehrenamtliche Helfer/innen, die uns bei den Reinigungsarbeiten im Taubenhaus unterstützen (1 x pro Woche ca. 1 Stunde) Wenn Sie unser Engagement für die gurrenden Bewohner (Tierarzt, Medikamente, Futter, Schlagzubehör...) finanziell unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende auf unser Konto: Herner Sparkasse (BLZ 432 500 30), Konto-Nr.: 15 446, Stichwort: Tauben |